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Ticket-Status in OFORK

Ticket-Status zeigen in OFORK, in welchem Bearbeitungsstand sich ein Vorgang befindet. Sie machen sichtbar, ob ein Ticket neu, offen, wartend, geschlossen oder entfernt ist.

Eine saubere Statusverwaltung ist wichtig, damit Agenten den Überblick behalten, Kundenanfragen nachvollziehbar bearbeitet werden und Statistiken den tatsächlichen Zustand des Service-Desks zeigen.

In diesem Guide: Bedeutung von Ticket-Status, Standardzustände, Pending-Status, Schließen, Bearbeitung, Konfiguration, Kim-KI-Unterstützung und Auswertung.

Der Status ist eines der wichtigsten Felder in einem Ticket. Er zeigt nicht nur an, ob ein Ticket erledigt ist, sondern steuert auch Arbeitslisten, Erinnerungen, Eskalationen und Berichte.

Ticket-Status helfen bei:

  • klarer Übersicht über offene Vorgänge
  • Trennung von neuen und laufenden Tickets
  • Wiedervorlagen für spätere Bearbeitung
  • automatischem Schließen von Tickets
  • Eskalations- und SLA-Steuerung
  • aussagekräftigen Statistiken
  • sauberem Abschluss von Supportfällen

Ohne klare Statuslogik bleiben Tickets liegen, werden zu früh geschlossen oder tauchen in Auswertungen falsch auf.

Ein Ticket-Status beschreibt den aktuellen Bearbeitungsstand eines Tickets.

Beispiele:

  • neu
  • offen
  • wartend
  • geschlossen erfolgreich
  • geschlossen erfolglos
  • zusammengeführt
  • entfernt

Der Status ist damit nicht dasselbe wie Priorität oder Queue. Die Queue sagt, wer zuständig ist. Die Priorität sagt, wie dringend der Vorgang ist. Der Status sagt, wo das Ticket im Bearbeitungsprozess steht.

OFORK kann verschiedene Standardzustände verwenden. Die genaue Bezeichnung kann je nach Konfiguration angepasst sein.

Häufige Statusarten:

  • Neu: Ticket wurde erstellt, aber noch nicht aktiv bearbeitet.
  • Offen: Ticket ist in Bearbeitung.
  • Wartend auf Erinnerung: Ticket ist auf Wiedervorlage gesetzt.
  • Wartend auf automatisches Schließen erfolgreich: Ticket wird nach Ablauf einer Frist automatisch erfolgreich geschlossen.
  • Wartend auf automatisches Schließen erfolglos: Ticket wird nach Ablauf einer Frist automatisch erfolglos geschlossen.
  • Geschlossen erfolgreich: Ticket wurde gelöst.
  • Geschlossen erfolglos: Ticket wurde beendet, aber nicht erfolgreich gelöst.
  • Zusammengeführt: Ticket wurde mit einem anderen Ticket verbunden.
  • Entfernt: Ticket wurde aus der regulären Bearbeitung entfernt.

Diese Zustände bilden den Lebenszyklus eines Tickets ab.

Der Status neu wird verwendet, wenn ein Ticket gerade erstellt wurde und noch keine echte Bearbeitung durch einen Agenten erfolgt ist.

Typische Fälle:

  • neue E-Mail-Anfrage
  • neues Kundenportal-Ticket
  • automatisch erzeugtes Ticket
  • importierter Vorgang ohne Agentenaktion

Neue Tickets sollten zeitnah geprüft und entweder übernommen, einer Queue zugeordnet oder durch Kim-KI vorbereitet werden.

Der Status offen bedeutet, dass ein Ticket aktiv bearbeitet wird.

Ein Ticket ist typischerweise offen, wenn:

  • ein Agent daran arbeitet
  • eine Rückfrage vorbereitet wird
  • interne Prüfung läuft
  • eine Lösung gesucht wird
  • Kommunikation mit dem Kunden stattfindet

Offene Tickets bilden den aktiven Arbeitsvorrat im Service Desk.

Der Status wartend auf Erinnerung wird verwendet, wenn ein Ticket zu einem späteren Zeitpunkt wieder vorgelegt werden soll.

Beispiele:

  • Kunde soll später erneut kontaktiert werden
  • Rückmeldung eines Dienstleisters wird erwartet
  • ein Termin liegt in der Zukunft
  • interne Prüfung braucht Wartezeit

Nach Ablauf der Wartezeit erscheint das Ticket wieder zur Bearbeitung.

Dieser Status wird genutzt, wenn ein Ticket nach einer bestimmten Frist automatisch geschlossen werden soll.

Typische Szenarien:

  • Lösung wurde angeboten und Kunde reagiert nicht
  • Rückfrage wurde gestellt und bleibt unbeantwortet
  • Vorgang soll nach Fristabschluss automatisch beendet werden

Je nach Ablauf kann das Ticket erfolgreich oder erfolglos geschlossen werden.

Ein Ticket wird als geschlossen erfolgreich markiert, wenn das Anliegen gelöst wurde.

Beispiele:

  • Problem behoben
  • Frage beantwortet
  • Änderung umgesetzt
  • Kunde bestätigt Lösung
  • Vorgang fachlich abgeschlossen

Dieser Status sollte nur verwendet werden, wenn keine weitere Bearbeitung notwendig ist.

Der Status geschlossen erfolglos wird verwendet, wenn ein Vorgang beendet wurde, aber keine erfolgreiche Lösung möglich war.

Beispiele:

  • Anfrage nicht umsetzbar
  • Kunde liefert notwendige Informationen nicht
  • technische Lösung nicht möglich
  • Vorgang wurde zurückgezogen
  • Zuständigkeit liegt außerhalb des Supports

Dieser Status ist wichtig, damit Auswertungen zwischen gelösten und nicht gelösten Vorgängen unterscheiden können.

Wenn zwei Tickets denselben Vorgang betreffen, kann ein Ticket mit einem anderen zusammengeführt werden.

Das ist sinnvoll bei:

  • doppelten E-Mails
  • mehreren Tickets zum gleichen Problem
  • parallelen Kundenanfragen
  • versehentlich mehrfach erstellten Tickets

Nach dem Zusammenführen sollte die Bearbeitung im führenden Ticket fortgesetzt werden.

Der Status entfernt kennzeichnet Tickets, die nicht mehr regulär bearbeitet werden sollen.

Mögliche Gründe:

  • Spam
  • Testticket
  • irrtümlich erzeugter Vorgang
  • fachlich ungültiger Vorgang

Entfernen sollte kontrolliert verwendet werden, damit wichtige Vorgänge nicht versehentlich aus der Bearbeitung verschwinden.

Ticket-Status werden in der Administration unter den Ticketeinstellungen verwaltet. Dort können bestehende Zustände geprüft, angepasst oder neue Zustände ergänzt werden.

Typische Verwaltungsaufgaben:

  • Statusnamen prüfen
  • neue Zustände anlegen
  • bestehende Zustände bearbeiten
  • Gültigkeit setzen
  • Statusarten prüfen
  • Auswirkungen auf Prozesse und Statistiken kontrollieren

Änderungen an Statuswerten sollten sorgfältig geplant werden, weil viele Funktionen darauf aufbauen.

Ein Status hat nicht nur einen Namen, sondern auch eine technische Art. Diese Art bestimmt, wie OFORK den Status behandelt.

Typische Statusarten:

  • neu
  • offen
  • geschlossen
  • wartend
  • zusammengeführt
  • entfernt

Die Statusart ist wichtiger als der sichtbare Name. Sie steuert, ob ein Ticket als offen, geschlossen oder wartend gilt.

Ein neuer Status sollte nur angelegt werden, wenn ein echter Prozessbedarf besteht.

Vorher prüfen:

  • Reichen vorhandene Statuswerte aus?
  • Welche Statusart ist fachlich richtig?
  • Soll der Status in Statistiken erscheinen?
  • Gibt es Automatisierungen oder Regeln dazu?
  • Verstehen Agenten den neuen Status eindeutig?

Zu viele Statuswerte machen den Prozess unübersichtlich.

Bestehende Statuswerte können bearbeitet werden. Dabei ist besondere Vorsicht bei produktiven Systemen notwendig.

Vor einer Änderung prüfen:

  • Wird der Status in Tickets verwendet?
  • Gibt es Reports mit diesem Status?
  • Gibt es Prozessregeln?
  • Wird der Status in Automatisierungen genutzt?
  • Gibt es SLA- oder Eskalationsbezug?

Wenn ein Status bereits produktiv verwendet wird, sollte er nicht ohne Prüfung umbenannt oder deaktiviert werden.

Beim Umbenennen eines Status können Abhängigkeiten betroffen sein.

Mögliche Auswirkungen:

  • gespeicherte Suchen
  • Statistiken
  • Prozessregeln
  • Benachrichtigungen
  • Automatisierungen
  • externe Auswertungen

Empfehlung: Statusnamen nur ändern, wenn die Auswirkung klar ist und die Änderung dokumentiert wird.

Für wartende Tickets und automatische Statuswechsel gibt es zentrale Konfigurationsmöglichkeiten.

Wichtige Beispiele:

Daemon::SchedulerCronTaskManager::Task###TicketPendingCheck

Diese Einstellung steuert, wie regelmäßig wartende Tickets geprüft werden.

Ticket::StateAfterPending

Diese Einstellung legt fest, in welchen Status ein Ticket wechseln kann, nachdem eine Wartefrist abgelaufen ist.

Solche Einstellungen sollten nicht ohne Verständnis der Auswirkungen geändert werden.

Kim-KI kann bei der Statusbewertung unterstützen. Die KI kann Hinweise liefern, ob ein Ticket weiter bearbeitet, auf Wiedervorlage gesetzt oder geschlossen werden kann.

Mögliche Unterstützung:

  • Erkennen, ob der Kunde geantwortet hat
  • Vorschlag für Wiedervorlage
  • Hinweis auf unbeantwortete Rückfragen
  • Zusammenfassung vor dem Schließen
  • Erkennung ähnlicher bereits geschlossener Fälle
  • Vorschlag für erfolgreichen oder erfolglosen Abschluss

Die endgültige Entscheidung sollte bei wichtigen Vorgängen weiterhin durch Agenten erfolgen.

Der Status beeinflusst auch SLA- und Eskalationslogik. Ein offenes Ticket wird anders behandelt als ein wartendes oder geschlossenes Ticket.

Beispiele:

  • offene Tickets können eskalieren
  • wartende Tickets können aus bestimmten Berechnungen herausfallen
  • geschlossene Tickets gelten als beendet
  • nach Wiedereröffnung können Fristen erneut relevant werden

Deshalb muss klar sein, welcher Status fachlich und technisch verwendet wird.

Statuswerte sind ein zentraler Bestandteil von Reports.

Sinnvolle Auswertungen:

  • Anzahl offener Tickets
  • neue Tickets pro Zeitraum
  • geschlossene Tickets pro Zeitraum
  • Tickets auf Wiedervorlage
  • erfolglos geschlossene Tickets
  • entfernte Tickets
  • durchschnittliche Zeit bis zum Abschluss
  • Statusverteilung nach Queue oder Service

Diese Auswertungen zeigen, ob Tickets sauber bearbeitet werden oder ob Vorgänge zu lange offen bleiben.

Empfehlungen für eine saubere Statusverwaltung:

  • Standardstatus möglichst beibehalten
  • neue Status nur bei echtem Bedarf anlegen
  • Statusnamen klar und kurz halten
  • technische Statusart sorgfältig wählen
  • Änderungen dokumentieren
  • Statuswerte regelmäßig auswerten
  • Kim-KI-Vorschläge kontrolliert einsetzen
  • geschlossene Tickets nicht als Arbeitsvorrat missbrauchen

Eine gute Statuslogik ist einfach genug für Agenten und präzise genug für Prozesse und Auswertungen.

Typische Probleme:

  • zu viele Statuswerte
  • unklare Namen
  • falsche technische Statusart
  • Status wird für Priorität missbraucht
  • geschlossene Tickets werden wieder als Arbeitsliste verwendet
  • wartende Tickets werden nicht geprüft
  • Automatisierungen greifen auf falsche Statuswerte
  • Statistiken werden durch Umbenennungen unklar

Diese Fehler führen dazu, dass Tickets schwerer steuerbar werden.

Ticket-Status sind in OFORK ein zentrales Steuerungselement. Sie zeigen den Bearbeitungsstand, steuern Wiedervorlagen, beeinflussen Eskalationen und bilden die Grundlage für verlässliche Statistiken.

Mit wenigen klaren Statuswerten, sauberer Konfiguration und kontrollierter Unterstützung durch Kim-KI bleibt der Ticketprozess übersichtlich, nachvollziehbar und messbar.