Ticket-Typen in OFORK
Ticket-Typen in OFORK
Section titled “Ticket-Typen in OFORK”Ticket-Typen helfen in OFORK dabei, Vorgänge fachlich einzuordnen. Während Queues die Zuständigkeit beschreiben und Prioritäten die Dringlichkeit zeigen, beschreibt der Ticket-Typ die Art der Anfrage.
Eine klare Typenstruktur macht Tickets besser auswertbar und unterstützt Prozesse, Automatisierungen und Kim-KI-Klassifizierung.
In diesem Guide: Zweck von Ticket-Typen, Aktivierung, typische Beispiele, Verwaltung, Kim-KI-Unterstützung, Prozesse und Statistiken.
Was ist ein Ticket-Typ?
Section titled “Was ist ein Ticket-Typ?”Ein Ticket-Typ beschreibt, welche Art von Vorgang im Ticket behandelt wird.
Beispiele:
- Anfrage
- Störung
- Problem
- Änderung
- Bestellung
- Beschwerde
- Rückfrage
- Aufgabe
- Freigabe
- unklassifiziert
Der Ticket-Typ hilft Agenten, Tickets schneller einzuordnen und passende Bearbeitungsschritte abzuleiten.
Unterschied zu Queue, Service und Priorität
Section titled “Unterschied zu Queue, Service und Priorität”Ticket-Typen sollten nicht mit anderen Ticketfeldern vermischt werden.
| Feld | Bedeutung |
|---|---|
| Queue | Wer bearbeitet das Ticket? |
| Service | Was ist fachlich betroffen? |
| Priorität | Wie dringend ist es? |
| Status | In welchem Bearbeitungsstand ist das Ticket? |
| Typ | Welche Art von Vorgang ist es? |
Beispiel:
Ein Ticket kann in der Queue IT-Support liegen, den Service Microsoft 365 betreffen, die Priorität Hoch haben, den Status offen besitzen und als Typ Störung klassifiziert sein.
Warum Ticket-Typen wichtig sind
Section titled “Warum Ticket-Typen wichtig sind”Ticket-Typen schaffen Struktur in der täglichen Bearbeitung und in der späteren Auswertung.
Sie helfen bei:
- fachlicher Klassifizierung von Tickets
- Prozesssteuerung
- Auswertung von Ticketarten
- Erkennung häufiger Störungen
- Unterscheidung von Anfrage, Störung und Änderung
- Kim-KI-Klassifizierung
- KPI-Auswertung
- Automatisierung von Regeln
Ohne Ticket-Typen wird später schwer erkennbar, welche Art von Arbeit im Service Desk tatsächlich anfällt.
Typische Ticket-Typen
Section titled “Typische Ticket-Typen”Eine einfache Typenstruktur reicht in vielen Fällen aus.
Empfohlenes Grundmodell:
- Anfrage: allgemeine Frage oder Informationsbedarf
- Störung: etwas funktioniert nicht wie erwartet
- Problem: wiederkehrende oder übergreifende Ursache
- Änderung: geplanter Anpassungswunsch
- Aufgabe: interne oder organisatorische Arbeit
- Beschwerde: negative Rückmeldung oder Eskalationshinweis
Der Typ unklassifiziert kann als Startwert dienen, sollte aber nicht dauerhaft für viele Tickets stehen bleiben.
Aktivierung der Typen-Funktion
Section titled “Aktivierung der Typen-Funktion”Damit Ticket-Typen in OFORK verwendet werden können, muss die Funktion in der Systemkonfiguration aktiv sein.
Der relevante Parameter ist:
Ticket::TypeWenn diese Einstellung deaktiviert ist, können Typen in Ticketmasken nicht sinnvoll verwendet werden.
Ticket-Typen verwalten
Section titled “Ticket-Typen verwalten”Ticket-Typen werden in der Administration unter den Ticketeinstellungen verwaltet. Dort können Typen angelegt, bearbeitet und deaktiviert werden.
Typische Aufgaben:
- vorhandene Typen prüfen
- neue Typen anlegen
- Typen umbenennen
- Gültigkeit setzen
- nicht mehr benötigte Typen deaktivieren
- Verwendung in Statistiken prüfen
- Typen mit Prozessen und Regeln abstimmen
Typen sollten nicht beliebig erweitert werden. Jede neue Auswahl erhöht den Pflegeaufwand und kann die Auswertung verwässern.
Neuen Ticket-Typ anlegen
Section titled “Neuen Ticket-Typ anlegen”Ein neuer Typ sollte nur angelegt werden, wenn er im Alltag wirklich gebraucht wird.
Vorher prüfen:
- Gibt es dafür einen klaren fachlichen Unterschied?
- Wird der Typ regelmäßig verwendet?
- Können Agenten ihn eindeutig auswählen?
- Wird der Typ für Reporting oder Prozesse benötigt?
- Gibt es Überschneidungen mit bestehenden Typen?
Beispiele für sinnvolle Typen:
- Sicherheitsvorfall
- Freigabeanforderung
- Vertragsänderung
- Serviceanfrage
Beispiele für problematische Typen:
- dringend
- wichtig
- Kunde
- Technik
- Sonstiges 2
Solche Begriffe beschreiben eher Priorität, Zielgruppe oder Queue, aber keinen sauberen Ticket-Typ.
Ticket-Typ bearbeiten
Section titled “Ticket-Typ bearbeiten”Bestehende Typen können bearbeitet werden. Dabei ist Vorsicht notwendig, wenn sie bereits in Tickets verwendet werden.
Vor Änderungen prüfen:
- Wird der Typ in Statistiken verwendet?
- Gibt es Automatisierungen?
- Wird der Typ in Prozessen abgefragt?
- Gibt es gespeicherte Suchen?
- Wird der Typ durch Kim-KI gesetzt?
Wenn ein Typ nicht mehr benötigt wird, sollte er meist deaktiviert statt entfernt werden.
Gültigkeit von Typen
Section titled “Gültigkeit von Typen”Die Gültigkeit bestimmt, ob ein Ticket-Typ aktiv verwendet werden kann.
Typische Zustände:
- gültig
- ungültig
- temporär ungültig
Ungültige Typen können für historische Tickets erhalten bleiben, sollten aber bei neuen Tickets nicht mehr auswählbar sein.
Ticket-Typen und Kim-KI
Section titled “Ticket-Typen und Kim-KI”Kim-KI kann bei der automatischen Klassifizierung von Ticket-Typen unterstützen. Dazu analysiert Kim-KI den Inhalt einer Anfrage und schlägt einen passenden Typ vor.
Mögliche Erkennung:
- Anfrage
- Störung
- Problem
- Beschwerde
- Änderung
- Bestellung
- Freigabe
- Rückfrage
Beispiel:
Eine Nachricht mit “Seit heute können mehrere Benutzer keine E-Mails mehr senden” kann als Störung klassifiziert werden.
Eine Nachricht mit “Bitte richten Sie für Frau Müller einen neuen Benutzerzugang ein” kann als Anfrage oder Aufgabe eingeordnet werden.
Automatisierung mit Ticket-Typen
Section titled “Automatisierung mit Ticket-Typen”Ticket-Typen können als Bedingung für Regeln und Prozesse verwendet werden.
Beispiele:
- Typ
Störungsetzt höhere Priorität - Typ
Beschwerdeinformiert Teamleitung - Typ
Änderungstartet Freigabeprozess - Typ
Aufgabewird einer internen Queue zugeordnet - Typ
Problemwird für Ursachenanalyse markiert
So wird der Ticket-Typ zu einem aktiven Steuerungsmerkmal.
Ticket-Typen und Prozesse
Section titled “Ticket-Typen und Prozesse”Ticket-Typen können helfen, unterschiedliche Bearbeitungswege zu trennen.
Beispiele:
- Störungen brauchen schnelle Analyse und Lösung
- Änderungsanforderungen brauchen Prüfung und Freigabe
- Beschwerden brauchen besondere Kommunikation
- Aufgaben brauchen interne Nachverfolgung
- Probleme brauchen Ursachenanalyse
Wenn diese Unterschiede klar sind, kann OFORK Prozesse gezielter unterstützen.
Ticket-Typen in Formularen
Section titled “Ticket-Typen in Formularen”Ticket-Typen können in Agenten- oder Kundenformularen angezeigt werden.
Wichtig:
- Auswahl nicht zu groß machen
- verständliche Begriffe verwenden
- Standardwert bewusst wählen
- Pflichtfeld nur setzen, wenn Auswahl klar ist
- Kim-KI-Vorschläge kontrollierbar machen
Wenn Benutzer den Typ nicht verstehen, wählen sie falsche Werte und die Statistik wird unbrauchbar.
Best Practices
Section titled “Best Practices”Empfehlungen für Ticket-Typen:
- wenige, klare Typen verwenden
- Typen fachlich definieren
- Überschneidungen vermeiden
Sonstigessparsam einsetzen- Typen regelmäßig auswerten
- alte Typen deaktivieren
- Kim-KI-Klassifizierung mit echten Tickets testen
- Typen nicht für Priorität oder Queue missbrauchen
Eine gute Typenstruktur ist stabil und leicht verständlich.
Häufige Fehler
Section titled “Häufige Fehler”Typische Probleme:
- zu viele Typen
- unklare Namen
- Vermischung mit Prioritäten
- Vermischung mit Queues
- Typen werden nie gepflegt
- zu viele Tickets bleiben unklassifiziert
- Automatisierungen setzen falsche Typen
- Reports werden durch unklare Typen wertlos
Diese Probleme entstehen meist, wenn Typen ohne klares Konzept angelegt werden.
Ticket-Typen auswerten
Section titled “Ticket-Typen auswerten”Ticket-Typen sind besonders nützlich für Statistiken und KPIs.
Sinnvolle Auswertungen:
- Anzahl Tickets pro Typ
- Anteil Störungen gegenüber Anfragen
- Beschwerden pro Zeitraum
- Änderungen pro Service
- Problemtickets nach Queue
- Bearbeitungszeit je Typ
- Eskalationen je Typ
- Anteil durch Kim-KI korrekt klassifizierter Tickets
Diese Auswertungen zeigen, welche Arbeit im Service Desk wirklich anfällt.
Beispiel für eine kompakte Typenstruktur
Section titled “Beispiel für eine kompakte Typenstruktur”Für den Start kann diese Struktur ausreichen:
| Typ | Verwendung |
|---|---|
| Anfrage | allgemeine Frage oder Standardbedarf |
| Störung | Funktion ist beeinträchtigt oder ausgefallen |
| Änderung | geplanter Änderungswunsch |
| Problem | wiederkehrende Ursache oder übergreifendes Thema |
| Aufgabe | interne Bearbeitung ohne direkte Kundenstörung |
| Beschwerde | negative Rückmeldung oder Eskalation |
Diese Struktur bleibt übersichtlich und lässt sich später erweitern.
Ticket-Typen in OFORK helfen, Vorgänge fachlich sauber zu klassifizieren. Sie ergänzen Queues, Services, Prioritäten und Statuswerte und machen Auswertungen deutlich aussagekräftiger.
Mit klaren Typen, aktivierter Typen-Funktion, kontrollierter Pflege und optionaler Kim-KI-Klassifizierung wird OFORK besser steuerbar und die Service-Desk-Arbeit besser messbar.